06.03.2018 - Digital Workplace

Capacitor getestet und für gut befunden

Nachdem das Team des Ionic Frameworks seit kurzem eine eigene Implementation zum Erstellen von mobilen Apps anbietet, nahmen wir das neue Tool Capacitor sofort unter die Lupe.

Capacitor befindet sich aktuell in der Alpha-Phase und ist daher noch nicht für den produktiven Einsatz geeignet. Wie sich nach dem ersten Installieren schnell zeigt, bietet der Ansatz von Capacitor einige Vorteile gegenüber dem von uns momentan eingesetzten Cordova.

Die Anbindung von nativen Schnittstellen wie der Kamera, Bluetooth oder des Standorts, funktioniert bei Cordova und Capacitor grundsätzlich ähnlich. So werden native Fähigkeiten des Geräts über native Schnittstellen in Form von Plugins angeboten. Capacitor verbessert dabei die Ladezeit und vereinfacht die Anpassbarkeit der Plugins.

Des Weiteren setzt Capacitor bei der App-Entwicklung nicht mehr auf Programme von Drittanbietern, sondern auf die offiziellen Tools Xcode (Apple) und Android Studio (Google). Aktualisierungen der Umgebung sind dadurch wesentlich schneller in die App integrierbar, da nicht auf die Adaption von Drittanbieter-Seite gewartet werden muss. Bisher mussten Updates von Apple oder Google abgewartet werden, bis die neuen Funktionen von Cordova unterstützt wurden. Mit Capacitor können Sicherheitsupdates und neue Funktionen schneller genutzt werden.

Capacitor nun selbst testen

Der Einsatz von Capacitor ist einfach. Es sind lediglich folgende drei Schritte nötig (Voraussetzung ist eine eingerichtete App-Entwicklungsumgebung):

1) Capacitor installieren
$ npm install @capacitor/core @capacitor/cli --save-dev

2) Plattform hinzufügen (Android und iOS stehen aktuell zur Verfügung)
$ npx capacitor add android iOS

3) Projektdateien synchronisieren¬ mit Capacitor. Hierbei ist es egal, ob es sich um eine Angular, AngularJS, React, VueJS oder reine JavaScript Anwendung handelt.
$ npx capacitor sync android iOS

Schon kann das Projekt geöffnet und die App auf einem mobilen Gerät installiert werden.

Unserer Meinung nach wird Capacitor die App-Entwicklung verbessern. Die Ansätze gefallen uns sehr gut und wir freuen uns auf den ersten stabilen Release. Wir werden Capacitor, sobald es produktionsfähig ist, sicherlich in dem ein oder anderen Projekt einsetzen.

Jakob Kircheis

Jakob Kircheis

Softwareentwickler, SPIRIT/21; jkircheis@spirit21.com

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